[Review] MiBoxer C2-4000 and C2-6000 Prototyp (German)

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Lexel
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[Review] MiBoxer C2-4000 and C2-6000 Prototyp (German)

Ich habe eine kostenlose Warenprobe dieser Ladegeräte erhalten, um ein eine Rezension zu schreiben.

Der C2-6000 Charger ist noch ein Vorserienmodell, dürfte aber fast identisch zum finalen Produkt sein.

Der C2-4000 ist ein Seriengerät und dessen genaue Spezifikationen können unter http://www.miboxer.com/eng/p4.html angesehen werden.

Die 2 Ladegeräte wurden mit DHL Express geschickt.
Diese waren in einer Umverpackung für 2 Stück, beide Karton der Ladegeräte waren leicht beschädigt, da keine Luftpolsterfolie oder ähnliches zusätzlich zum Schutz vorhanden ist.



Der Karton des Ladegeräte enthält jeweils:

- Ladegerät
-12V Euro-Stecker-Netzteil
- Bedienungsanleitung auf englisch

C2-4000

C2-6000

Die Bedienung ist beim 4000-er Smartcharger etwas komplexer und recht gut im Manual beschrieben.
Der 4000-er hat ein ausführlicheres Manual, da er ein Analysing Lader mit mehr Funktionen ist.

Die Ladegeräte laden alle gängigen Lithium und NiCd/NiMh Akkus.
Der C2-4000 lädt zusätzlich noch 3,6 und 4,35V Lithium Akkus.

Der C2-6000 ist zudem mit einem Lithium Akku als Powerbank nutzbar

Vom Design her ähneln sie anderen 2 Slot Chargern, allerdings sind diese recht breit auch für D bzw. 32650 Akkus in beiden Slots breit genug, wo mancher Konkurrent nur einen Akku laden kann.

Die Ladegeräte werden über 100-240V Steckernetzteil mit 12V DC betrieben, 2A für den 4000-er und 3A für den 6000-er.

Beide Netzteile liefern knapp über 12V und stammen von guten chinesischen Herstellern.
Sie verfügen über alle gängigen Prüfsiegel, das 2A vom 4000-er hat sogar die TÜV ID Nummer.
Beide Netzteile sind gut verarbeitet.

Die Ladegeräte verfügen über gute Ladeverfahren für Lithium und NiMh Akkus.
Die Ladegeräte haben nach vollständiger Ladung keine Erhaltungsladung, welche zum überladen führen könnte.
Wenn man nur sehr wenige Lithium Akkutypen mit identischen Alter hat, dann funktioniert auch die gespeicherte Ladekurve gut und die Restzeit und Gesamtkapazitätsanzeige während des Ladens funktioniert gut.

Dabei haben beide Geräte unterschiedliche Ladeströme.
C2-4000 Smartcharger
Der Lade-/Entladestrom kann für Lithium Akkus mit 0,2/0,3/0,5/0,8/1,0 und 1,5A separat für beide Slots eingestellt werden.
Für NiMh Akkus sind 0,1/0,2/0,3/0,5/0,8 und 1A als Lade-/Entladestrom einstellbar.
Beim Laden wird die nicht die geladen Kapazität gemessen, sondern anhand Lithium Ladekurve die Gesamtkapazität hochgerechnet.
Der 4000-er Smartcharger hat zudem eine Entladefunktion mit 0,2/0,3/0,5/0,8/1/1,5A separat einstellbar für beide Slots, wobei er die Kapazität der Akkus ermittelt.

C2-6000
Der Ladestrom kann für Lithium Akkus mit 0,1/0,2/0,3/0,5/0,8/1,0/1,5/2,0/2,5 und 3,0A separat für beide Slots eingestellt werden, zudem kann das Ladegerät auch automatisch über den Innenwiderstand den Ladestrom einstellen.
Für NiMh Akkus sind 0,1/0,2/0,3/0,4/0,5/0,6/0,7/0,8/0,9 und 1A als Ladestrom einstellbar, zudem kann das Ladegerät auch automatisch über den Innenwiderstand den Ladestrom einstellen.
Beim C2-6000 handelt es sich um einen Prototypen, die Kapazitätsmessung der geladen Wert, keine Hochrechnung anhand der Ladekurve.

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Teradown

Das erste was ich gemacht habe ist die Lader aufzuschrauben, um mir das Innenleben genau anzusehen.

Sie verfügen über die bekannte Kombination aus Schiene und Schieber mit Zugfeder, wobei alle Teile aus beschichteten Stahl sind,

Kupfer wäre natürlich von Vorteil gewesen, aber der Spannungsfall im Metall ist sehr gering.

Dieses System mit Schieber führt oft zu etwas zu niedrigen Spannungsmessungen bei höheren Strömen, da es Kontaktwiderstände zwischen den Batteriepolen zum Ladegerät und der Schiene zum Schieber vorhanden sind.

Die Konstruktion kann auch die Messung des Innenwiderstands leicht beeinflussen.

Bei direktem verlöten des Akkus ist die Spannungs- und Innenwiderstandsmessung absolut zuverlässig und konstant.
Beide Ladegeräte haben zur tatsächlichen Akkuspannung eine maximale Abweichung von 12mV zu meinem Multimeter, was vermuten lässt, dass diese ausreichend gut eingestellt sind.

Ich habe die Schienen mit 0,25mm² Drähten wie bei meinen andren Ladegeräten direkt zum negativen Kontakt gebrückt.

Die Bedienungsanleitung ist nur in Englisch, es kann sein, dass noch eine deutsche folgt, die Schrift ist groß und gut lesbar.

Das Display kommt mit einer Schutzfolie der zur Erkennung auch eine Fahne hat, damit man diese nicht übersieht und abzieht.

Der optische Eindruck der Ladegeräte ist auf Augenhöhe zu anderen Qualitätsladern, alle Teile sind gut verarbeitet und ohne Macken.

Die Ladegeräte sind relativ leicht, da das Netzteil extern ist, somit ist auch die Wärmeentwicklung geringer.

Teardown C2-6000

Die SMD Teile sind noch von Hand bestückt, da sie Teile leicht schief sitzen, es ist noch ein Vorseriengerät ist.
Zudem sind beim 6000-er 2 Teile von Hand nachgelötet.
Die Platine des Ladeteils ist einseitig bestückt, die Schienen sind direkt verlötet.

Die Zugfedern sind nicht wie bei anderen Ladern verlötet, also besteht auch keine Möglichkeit, dass diese einfach abreißen.

Die Ladeplatine sieht sauber aus und die Kontakte sind aus beschichtetem Stahl. Die Ringkern Induktivitäten sind zusätzlich mit der Platine verklebt.

Die Batteriekontakte haben 3 erhöhte Punkte um mit 14500, 18650 und 32650 zu passen, leider fehlt 26650.

Zur Messung der Batterietemperatur sind 2 zusätzliche Metallkontakte mit Thermowiderständen bestückt.

Die 12V Buchse ist hochwertig wie bei Laptops.

Zusätzlich verfügt der Lader noch über einen USB out mit 1A.

Die Displayplatine sieht gut aus.

Der Schieber hat zwei erhöhte Kontaktpunkte.

Teardown C2-4000 Smartcharger

Der auffälligste Unterschied zum C2-3000 und C2-6000 ist der verbaute Lüfter, der zum Abtransport der Wärme beim entladen benötigt wird.

Die SMD Teile sind alle perfekt gesetzt und sauber reflow gelötet.

Die Platine des Ladeteils ist einseitig bestückt, die Schienen sind direkt verlötet.

Die Zugfedern sind nicht wie bei anderen Ladern verlötet, also besteht auch keine Möglichkeit, dass diese einfach abreißen.

Die Ladeplatine sieht sauber aus und die Kontakte sind aus beschichtetem Stahl. Die Induktivitäten der Laderegler sind massive SMD Teile.

Die Batteriekontakte sind genauso wie bei den anderen C2 Geräten.
Das Display hat ein paar mehr Anzeigeelemente für die 3,6V LiFEPo und 4,35V Li Ionen Akkus.

*Timelapse *

Laden von NimH und Lithium Akkus mit verschiedenen Einstellungen.

Bedienung:

Die Ladegeräte sind im Automatikmodus, was durch ein blinken des A Symbols angezeigt wird, wenn man den Slot Knopf druckt.
C2-6000
Er ist von der Bedienung identisch zum C2-3000 2. Revision. Zusätzlich hat er eine Temperaturabschaltung, wenn der Sensor für die Batterie 60°C erreicht.
Alle Funktionen werden über kurze und lange Klicks gemacht und sind im Handbuch ausführlich und genau beschrieben.
Das Ladegerät kann den Ladestrom automatisch zum internen Widerstand regeln oder manuell eingestellt werden.
C2-4000
Zusätzlich können noch 3,6 und 4,35V Lithium Akkus geladen werden indem man Slot lange gedrückt hält, bis mAh Anzeige blinkt, dann nochmal lange drücken, um den Akkutyp zu ändern.
Für die komplexere Bedienung ist ein zusätzlicher Taster verbaut.
Das Ladegerät kann zusätzlich Charge-Discharge-Charge Zyklus für beide Slots unabhängig durchführen, Lade und Entladestrom sind dabei gleich (max. 1,5A Lithium bzw. 1A NiMh), dabei wird die Entladekapazität ermittelt und der Lüfter aktiviert.

Schlussfolgerung

Man sieht deutlich eine Verbesserung von ihren ersten C4 zum C2-3000 erste und zweite Revision hin zu den neusten C-4000 und C-6000 Ladegeräten, wenn noch die Verpackung für Versand verbessert wird und ein deutsches Handbuch dazu kommt sind diese Ladegeräte sehr gut. Was für mich ein No-Go ist, ist, dass die Ladegeräte versuchen Tiefentladene Lithium Akkus zu regenerieren, aber tiefentladene Zellen werden intern geschädigt, was zum Ausfall des Separators führen kann, was unweigerlich zum Abbrennen des Akkus führt, wenn dieser ausreichend geladen ist.

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Positiv:

- hohe Qualität

- C2-4000 kann eine Entladekapazitätsmessung machen

- einfache Bedienung mit verständlichen Anweisungen im Manual

- beide Ladegeräte können alle gängigen NiMh und Lithium Akkugrößen laden
- C2-6000 kann die gängigen 1,48V und 4,2V Akkus laden
- C2-4000 kann zusätzlich noch LiFePo und 4,35V Akkus laden

- langsamer Anstieg des Ladestromes

- Messung des Innenwiderstandes
- C2-6000 zusätzlich Powerbank mit Lithiumakku
- manuelle und automatische Einstellung des Ladestromes

Negativ:

- Reparaturfunktion tiefentladener Lithium Akkus, solche Zellen gehören in die Recycling Tonne
- kein deutsches Handbuch
- Verpackung beim Transport leicht beschädigt, wie so oft bei Waren aus China

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Edited by: Lexel on 08/01/2017 - 01:27